01.09.2014: Neue Regeln und Energielabel für Staubsauger — was haben Verbraucher davon?

Wer auf der Suche nach einem stromsparenden Staubsauger ist, hat es ab 1. September 2014 deutlich leichter.

Mit dem neu­en EU-Ener­gie­la­bel für Staub­sauger gibt es erst­mals eine ein­heit­li­che Kenn­zeich­nung. Durch die vor­ge­schrie­be­ne Anga­be von Strom­ver­brauch und Rei­ni­gungs­klas­sen sind die Gerä­te bes­ser ver­gleich­bar. Wor­auf Ver­brau­cher ach­ten soll­ten, zeigt die Kam­pa­gne “Die Strom­sparin­itia­ti­ve” auf www.die-stromsparinitiative.de.

Mit der EU-Ver­ord­nung tritt auch ein Ver­kaufs­ver­bot für neue Staub­sauger mit mehr als 1.600 Watt in Kraft. Unter­su­chun­gen bele­gen, dass mit weni­ger Watt eben­falls gute Saug­leis­tun­gen mög­lich sind. Außer­dem set­zen die Vor­ga­ben Min­dest­stan­dards für die Leis­tung von Staub­saugern, wie den Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fra­gen zur EU-Ver­ord­nung zu ent­neh­men ist.

1. Muss jetzt jeder einen neu­en Staub­sauger kau­fen?

Nein, vor­han­de­ne Staub­sauger dür­fen wei­ter ver­wen­det wer­den — auch mit mehr als 1.600 Watt oder zu gerin­ger Saug­leis­tung. Der vor­zei­ti­ge Aus­tausch eines Staub­saugers rech­net sich in den meis­ten Fäl­len nicht. Dafür ist der Strom­ver­brauch im Gegen­satz zu ande­ren Haus­halts­ge­rä­ten wie Kühl­schrank oder Wasch­ma­schi­ne zu gering.

2. Brau­chen Staub­sauger mit weni­ger Watt mehr Zeit zum Sau­gen?

Mehr Zeit zum Sau­gen ist nicht nötig. Denn ent­schei­dend ist nicht die Leis­tung des Motors. Wich­ti­ger ist die gesam­te Kon­struk­ti­on: von der Düse über die Füh­rung des Luft­stroms und die Fil­ter­tech­nik bis hin zur Dich­tig­keit des Gehäu­ses. Das bele­gen Ergeb­nis­se der Stif­tung Waren­test. Best­no­ten erziel­ten 2013 und 2014 über­wie­gend Staub­sauger mit wenig Watt.

3. Wird der Boden mit einem neu­en Staub­sauger noch rich­tig sau­ber?

Ja, denn vor­ge­schrie­ben ist ab Sep­tem­ber bei­spiels­wei­se, wie viel Staub die neu­en Model­le min­des­tens auf­neh­men müs­sen. Staub­sauger, die weni­ger auf­neh­men, wer­den nicht mehr zuge­las­sen. Mit dem Ener­gie­la­bel für Staub­sauger gibt es zudem erst­mals eine ein­heit­li­che Kenn­zeich­nung für die Rei­ni­gungs­klas­sen: von A (bes­te) bis G (schlech­tes­te). Auch die Laut­stär­ke und die Staub­emis­sio­nen sind auf dem Label ver­zeich­net, wie auf der Info­gra­fik der Strom­sparin­itia­ti­ve zu sehen ist.

4. Wie viel Strom spart ein effi­zi­en­ter Staub­sauger?

Ein beson­ders spar­sa­mer Staub­sauger ver­ur­sacht laut Öko-Insti­tut jähr­li­che Strom­kos­ten von durch­schnitt­lich 22 Euro, ein ver­gleich­ba­res Gerät mit hoher Watt­zahl rund 44 Euro. Ein Neu­kauf rech­net sich den­noch meist erst, wenn der alte Staub­sauger kaputt geht. Dabei lohnt sich dann aber der Blick auf den Strom­ver­brauch.

Denn in sie­ben bis neun Jah­ren Nut­zungs­dau­er kommt eini­ges an Strom­kos­ten zusam­men.

5. Wer­den Staub­sauger jetzt teu­rer?

Her­stel­ler und Bran­chen­ver­bän­de rech­nen kurz­fris­tig nicht mit höhe­ren Prei­sen. Für 2017 sind kei­ne ver­läss­li­chen Pro­gno­sen mög­lich.

Um die stren­ge­ren Vor­ga­ben zu erfül­len, gibt es jedoch meist ein­fa­che Lösun­gen. Bereits jetzt gibt es ein­zel­ne Model­le, die die ab 1.

Sep­tem­ber 2017 gel­ten­den Vor­ga­ben erfül­len und nicht über­mä­ßig teu­er sind.

6. Kön­nen neue Staub­sauger mit weni­ger Watt getes­tet wer­den?

Ver­brau­cher, die ein spar­sa­mes Gerät tes­ten wol­len, kön­nen sich für den bun­des­wei­ten Pra­xis­test der Strom­sparin­itia­ti­ve bewer­ben. 15 aus­ge­wähl­te Haus­hal­te erhal­ten kos­ten­los je einen Staub­sauger von Bosch, Kärcher, Phil­ips, Sie­mens oder Vor­werk. Nach dem Test dür­fen die Haus­hal­te das Gerät im Wert von je 230 bis 800 Euro behal­ten. Die Bewer­bung ist bis zum 15. Sep­tem­ber 2014 auf http://www.die-stromsparinitiative.de/staubsauger mög­lich.

Über “Die Strom­sparin­itia­ti­ve” und co2online

Die Strom­sparin­itia­ti­ve” (http://www.die-stromsparinitiative.de)

wur­de vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Umwelt, Natur­schutz, Bau und Reak­tor­si­cher­heit initi­iert. Das Kam­pa­gnen­bü­ro ist bei co2online ange­sie­delt. Ziel der Strom­sparin­itia­ti­ve ist es, pri­va­te Haus­hal­te und den so genann­ten Klein­ver­brauch in Deutsch­land zu moti­vie­ren, ihre Strom­spar­po­ten­zia­le zu nut­zen und damit auch Kos­ten zu spa­ren.

So spa­ren sie nicht nur Geld, auch für das Kli­ma zah­len sich die Ener­gie­ein­spa­run­gen aus.

Die gemein­nüt­zi­ge Bera­tungs­ge­sell­schaft co2online setzt sich für die Sen­kung des kli­ma­schäd­li­chen CO2-Aus­sto­ßes ein. Mit inter­ak­ti­ven Ener­gie­spar-Rat­ge­bern, einem Ener­gie­spar­kon­to, Heiz­spie­geln und Heiz­gut­ach­ten moti­viert sie den Ein­zel­nen, mit akti­vem Kli­ma­schutz auch Geld zu spa­ren. Ein star­kes Netz­werk mit Part­nern aus Medi­en, Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik unter­stützt ver­schie­de­ne Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen. Die Hand­lungs­im­pul­se, die die Kam­pa­gnen von co2online aus­lö­sen, tra­gen nach­weis­lich zur CO2-Min­de­rung bei.

 

OTS:             co2online gGmbH

 

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