Junge Klimaschützer forschen im Energielabor

Foto: t&w

Es ist Diens­tag­mit­tag. Wir fah­ren mit unse­rem Elek­tro-smart bei der Grund­schu­le im Roten Feld vor. Kin­der spie­len auf dem Pau­sen­hof, schau­en zum Auto, fan­gen an zu flüs­tern. “Das hört man ja gar nicht!” ist der häu­figs­te Kom­men­tar zu unse­rem rot-wei­ßen Flit­zer. War­um wir hier sind? Wir wol­len unser neu­es Spon­so­ring-Pro­jekt — das Ener­gie­la­bor des SCHUBZ — heu­te per­sön­lich ken­nen­ler­nen. Des­halb geht es nach der Pau­se in die Klas­se 4a. Vie­le Tische sind zu Sta­tio­nen zusam­men­ge­stellt, auf denen die unter­schied­lichs­ten Din­ge ste­hen — und fast alle sind sel­ber gebaut durch Anja Schoe­ne und ihr Ener­gie­la­bor-Team. Im Sitz­kreis erzäh­len die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, was sie vor der Pau­se schon alles gelernt und erlebt haben.

 

Wir sind wirk­lich erstaunt, wie viel die Kin­der über die unter­schied­li­chen Ener­gie­quel­len wis­sen, wie sie die Atom­kraft und den radio­ak­ti­ven Müll direkt mit “die­ser Stadt in Russ­land” (für die jün­ge­ren unter uns: Tscher­no­byl) in Ver­bin­dung brin­gen — selbst wenn der kom­pli­zier­te Name noch nicht im Gedächt­nis bleibt, ist das Gesche­hen doch prä­sent. Auch der Treib­haus­ef­fekt wird unglaub­lich gut beschrie­ben. Die Schü­ler ler­nen hier mit Spaß, das merkt man, denn vie­le haben etwas dazu sagen. Die­se Momen­te bestä­ti­gen uns, dass wir die rich­ti­ge Sache unter­stüt­zen. Denn hier wird das Wis­sen so ver­mit­telt, dass die Kin­der noch lan­ge etwas davon haben.

 

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Die selbst­ge­bau­ten Pro­jekt­sta­tio­nen beein­dru­cken uns enorm. Da ist zum Bei­spiel das Was­ser­kraft­werk: ein mit Was­ser gefüll­ter Ple­xi­glas-Kas­ten, an des­sen Wän­den ein Was­ser­rad mon­tiert ist, die Schau­feln bestehen aus Ess­löf­feln. Hier hat jemand sei­ner Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf gelas­sen. Wenn Liz­zy und Rebek­ka die Schau­feln des Was­ser­ra­des nun rich­tig in Gang brin­gen, leuch­tet die LED-Lam­pe grün: Die bei­den Mäd­chen haben Strom und lächeln­de Gesich­ter erzeugt!

 

 

 

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Wäh­rend­des­sen ler­nen Wen­de­lin und sei­ne Grup­pe die Solar­ener­gie ken­nen und ent­de­cken, wie ein gesam­ter Haus­halt mit Son­nen­en­er­gie ver­sorgt wer­den kann. Auf dem lie­be­voll gebau­ten Pup­pen­haus sind klei­ne Pho­to­vol­ta­ik-Plätt­chen ange­bracht und wenn Juli­us die­se Plätt­chen mit der Schreib­tisch­lam­pe bestrahlt, wird das Licht sofort in Ener­gie umge­wan­delt — der Ven­ti­la­tor im Pup­pen­haus beginnt sich zu dre­hen und die Decken­lam­pe zu leuch­ten. Für die Kin­der ist es ein tol­les Gefühl, die­se Vor­gän­ge durch eige­ne Hand­lun­gen zu erfor­schen und Ener­gie zu erschaf­fen — auf eine für sie neue Art.

 

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Einen Tisch wei­ter spielt die Nut­zung unse­rer Res­sour­cen eben­so eine Rol­le wie die Elek­tro­mo­bi­li­tät für den Stra­ßen­ver­kehr. An der neu­en Sta­ti­on, die im Rah­men unse­rer Spon­so­ring-Koope­ra­ti­on ermög­licht wur­de, ler­nen Lui­sa und Frie­da, dass Autos nicht zwin­gend mit Ben­zin oder Die­sel fah­ren müs­sen — es geht auch mit erneu­er­ba­ren Ener­gi­en! Die Lade­sta­ti­on für das klei­ne Elek­tro­au­to wird mit Son­nen­en­er­gie betrie­ben. Sobald das Auto genü­gend “Son­ne getankt” hat, fährt es nicht nur laut­los, son­dern vor allem ohne CO2. Das gefällt den bei­den Schü­le­rin­nen viel bes­ser als die unge­sun­den Abga­se, die Luft und Umwelt ver­schmut­zen.

 

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An der vier­ten Sta­ti­on wer­den die Schü­ler nach ihrer Ein­schät­zung gefragt: Wel­che Ener­gie ist erneu­er­bar? Wel­che Ener­gie benö­tigt begrenz­te Res­sour­cen? Und wel­che Ener­gie ver­ur­sacht dabei mehr oder weni­ger Schad­stof­fe? Mit den Holz­ku­geln in den Säu­len stel­len die Kin­der dar, wie groß der Anteil des jewei­li­gen Ener­gie­trä­gers im gesam­ten Strom­mix ist. Wäh­rend­des­sen beant­wor­tet Anja Schoe­ne die Fra­gen der Kin­der und gibt ihnen hilf­rei­che und wis­sens­wer­te Infor­ma­tio­nen zum The­ma.

Um einen span­nen­den Schul­tag abzu­schlie­ßen, spielt die Pro­jekt­lei­te­rin mit den Schü­le­rin­nen und Schü­lern das Spiel der Ener­gie­ge­rech­tig­keit und reflek­tiert noch ein­mal das Gelern­te.

 

Nicht nur die Kin­der, son­dern auch wir als Besu­cher hat­ten eine Men­ge Spaß! Doch hin­ter die­sem abwechs­lungs­rei­chen Pro­jekt­tag steckt viel Orga­ni­sa­ti­on, sowohl das Per­so­nal als auch das Mate­ri­al müs­sen bezahlt wer­den. Des­halb haben wir von LÜNESTROM uns dazu ent­schlos­sen, das SCHUBZ ab sofort mit 10.000 € jähr­lich zu unter­stüt­zen. Dadurch kann das Ener­gie­la­bor an 50 Pro­jekt­ta­gen zur Hälf­te des Prei­ses ange­bo­ten wer­den, was die Schu­len und Eltern enorm ent­las­tet.

 

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Dar­über hin­aus kann jeder LÜN­E­STROM-Neu­kun­de das SCHUBZ för­dern. Zu jedem Ver­trags­ab­schluss bei uns erhal­tet ihr die Mög­lich­keit, euch zwi­schen einem Gut­schein oder einer Spen­de an einen regio­na­len Ver­ein zu ent­schei­den. Der SCHUBZ steht dabei neben Sport- und Kul­tur­ver­ei­nen eben­falls zur Wahl. So kom­men jähr­lich meh­re­re Tau­send Euro zusam­men, die an die Ver­ei­ne aus dem Lüne­bur­ger Stadt- und Land­kreis gespen­det wer­den.

 

 

Über das Projekt:

Das Ener­gie­la­bor exis­tiert bereits seit eini­gen Jah­ren und bringt Schü­lern von der 3. bis zur 6. Klas­se The­men wie den Kli­ma­wan­del und den Ein­fluss des Men­schen auf die Natur nahe. Im Ener­gie­la­bor ler­nen die jun­gen Ener­gie­la­bo­ran­ten an fünf Lern- und Expe­ri­men­tier­sta­tio­nen span­nen­de Details im Umgang mit Ener­gie. 

Übri­gens: Inter­es­sier­te Eltern und Schu­len kön­nen sich ab sofort für einen Pro­jekt­platz beim Ener­gie­la­bor im SCHUBZ mel­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter http://www.schubz.org/ oder 04131–30979-70 im Umwelt­bil­dungs­zen­trum.

Zum Arti­kel der Lan­des­zei­tung geht es hier.

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